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Moderation ist Gold
ISBN 978-3-8330-1023-1. Libri Books on Demand, 15,90 €
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Auszug aus dem Buch
Die Diskussion
Wenn jemand brüllt, sind seine Worte nicht mehr wichtig
Sir Peter Ustinov, brit. Schauspieler
(*1925)
Diskussionsrunden
Bei der Diskussionsrunde liegen wenigstens zwei eindeutig verschiedene Meinungen vor. Beide Meinungen müssen angehört werden, und die Aussagen müssen von allen Seiten beleuchtet werden. In einer solchen Diskussionsrunde kann es recht hitzig zugehen. Umso mehr muss die Leitung der Diskussionsrunde einen kühlen Kopf bewahren.
Auch wenn es schwer fallen sollte, die Leiterin bzw. der Leiter wird weder eine eigene Meinung zu erkennen geben, noch eine Aussage eines Diskussionsteilnehmers werten. („Find ich gut.“)
Hinweis: Als Leiter einer Moderations- bzw. Diskussionsrunde können Sie die Verhaltensweise eines Gesprächsteilnehmer sehr wohl kritisieren („Ich finde es nicht fair, wenn Sie ständig dazwischenrufen!“), nicht aber die Aussage eines Gesprächsteilnehmers („Ich finde Ihre Aussage unglaubwürdig!“).
Um den Diskussions-Charakter bildhaft zu verdeutlichen, sitzen sich die beiden Parteien gerne gegenüber. Gute Diskussionsrunden ergeben sich oft bei ‚2 zu 2’ oder ‚3 zu 3’ Gesprächsteilnehmern.
Beispiel einer Diskussionsrunde
Alternative A.
Nach der Begrüßung wird ein Gesprächsteilnehmer der Partei A aufgefordert, seine Meinung zu äußern. Dann sagt ein Teilnehmer der Partei B seine (anders lautende) Meinung. Dann wieder jemand der Partei A, dann von B und immer so weiter im Wechsel.
Alternative B.
Nach der Begrüßung begründet jeder Teilnehmer der Gruppe A seine Meinung. Anschließend jeder Teilnehmer der Gruppe B.
Der Diskussionsleiter muss bei diesem Verfahren sehr genau aufpassen, dass nicht einer der Teilnehmer anfängt, endlos lange Monologe zu halten. Der Wechsel der Redebeiträge muss häufig und lebhaft erfolgen.
Hin und wieder kann sich ein kurzer Dialog zwischen einem Vertreter der Gruppe A und einem Vertreter der Gruppe B ergeben.
Ein kurzer Dialog ist zu akzeptieren. Droht der Dialog jedoch zeitlich auszuufern, muss die Gesprächsleitung unterbrechen und einen anderen Gesprächsteilnehmer zu einem Redebeitrag auffordern.
Am Ende der Diskussionsrunde fasst die Diskussionsleitung Ablauf und Ergebnis der Diskussion zusammen.
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