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ISBN 978-3-8370-6336-3, 152 Seiten, Paperback, Books on Demand, 22,90 EUR

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Der kleine Gäste-Knigge 2100 Drucken E-Mail

Der kleine Gäste-Knigge 2100
mit einem Grußwort von: Walter Junger, Vice-President Hotel Ritz Carlton

ISBN: 978-3-8334-1303-2 Libri Books on Demand, 9,70 €

Diese Buch bei Amazon

Auszug aus dem Buch

Smalltalk während des Aperitifs

Während der Aperitif-Zeit ist die beste Möglichkeit einen Smalltalk zu halten. Dabei halten Sie Ihr Getränk mit der linken Hand. Um zu trinken, wird das Glas allerdings erst in die rechte Hand gewechselt. Das Halten in der linken Hand hat den Vorteil, dass die rechte Hand (die so genannte Greifhand) frei bleibt. Wenn Sie einen neu hinzukommenden Gast per Handschlag begrüßen wollen, geben Sie diesem bekannterweise die rechte Hand. Auch benutzen Sie die rechte Hand, um zum Beispiel eine Tür zu öffnen.

Stehen zwei Gesprächspartner direkt gegenüber, zeigen Sie damit den anderen Gästen, dass sie lieber alleine bleiben möchten.

 

Öffnen sich die Gesprächspartner hingegen leicht zu einer Seite, sind sie bereit, einen weiteren Gesprächspartner gerne willkommen zu heißen.

Da die Zeit des Smalltalks auch dazu dient, mit anderen Gästen Kontakt aufnehmen zu können, ist die zweite Art zu Stehen zu bevorzugen.

 

 

 

Übrigens:

Hände gehören nicht in die Hosentasche. Eine Hand darf zwar in der Tasche sein, wirkt aber auf viele als etwas arrogant.

 

Mauerblümchen oder Kontakt knüpfen?

Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig  
wie Diagnose auf den ersten Händedruck

 

 

George Bernhard Shaw, irisch. Schriftsteller

(1856 – 1950)

Zugehen auf eine Gruppe

Wenn Sie als neu hinzukommender Gast den Aperitifraum betreten, wenden Sie sich am besten einem Alleinstehenden, einer Zweiergruppe oder einer anderen Gruppe Sprechender zu, die durch die Art des Stehens signalisieren, dass ein weiterer Gesprächspartner willkommen ist.

So können Sie vorgehen:

§    Treten Sie auf die Gruppe zu, warten Sie einen Augenblick, und begrüßen Sie dann mit einem Lächeln die Anwesenden. Zum Beispiel so:

Ø      „Einen schönen Guten Abend, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist ...“

Ø      „Ich hoffe, ich störe nicht. Ich heiße ...“

Ø      „Hallo und Guten Tag. Sie haben sicherlich nichts dagegen, wenn ich mich zu Ihnen geselle?“

Für die meisten Menschen ist es nicht einfach, sich anderen anzuschließen. Es muss schon eine kleine Hemmschwelle überwunden werden.

Unser Tipp ist eindeutig:

Klinken Sie sich so schnell wie möglich in eine Gruppe ein. Je länger Sie warten, umso schwieriger wird es für Sie, einen Anschluss zu finden. Wenn Ihnen der Mut fehlt, können Sie schnell zu einem ‚Mauerblümchen’ werden. Und wer hat gerne mit Mauerblümchen zu tun?

Natürlich wird es für Sie wesentlich leichter, wenn Sie vom Gastgeber oder der Gastgeberin einer Gruppe vorgestellt werden. Sind Sie der Gastgeber, dann helfen Sie Ihren Gästen, sich einander bekannt zu machen.

Sprechen Sie Ihr Gegenüber mit seinem Namen an. Das macht Sie sympathischer, das Gespräch menschlicher, und Sie werden den Namen Ihres Gesprächspartners leichter behalten.

So können Sie Gäste auch später leichter wieder erkennen und gleich mit dem richtigen Namen ansprechen.

Die Gruppe wechseln

Genau so schwierig, wie es scheint, auf eine Gruppe zuzugehen, kann es auch sein, sich von dieser Gruppe wieder zu entfernen. Als festgehalten gilt, dass der Smalltalk nicht dazu benutzt werden soll, sich während der ganzen Aperitif-Zeit bei denselben Gästen aufzuhalten. Nutzen Sie die Chance, um auch andere Gäste kennen zu lernen. Schauen Sie deshalb während des Smalltalks hin und wieder (allerdings nicht zu auffällig) in die Gästerunde. Haben Sie andere Gäste entdeckt, die sie begrüßen möchten, verabschieden Sie sich von Ihren augenblicklichen Gesprächspartnern zum Beispiel so:

§    „Entschuldigen Sie bitte, aber ich sehe gerade ...“

Diese oder eine ähnliche Formulierung können Sie auch wählen, wenn Sie keinen Bekannten sehen, aber trotzdem Ihre Gesprächsrunde wechseln möchten. Es könnte aber auch sein, dass Ihr Gesprächspartner Sie mit seinen Ausführungen langweilt oder Sie so stark in Beschlag nimmt, dass ein Smalltalk mit anderen Gästen kaum möglich ist. Hier scheint es nur die Lösung zu geben, sich relativ radikal aus der Bindung zu befreien.

 

 

 

Zum Beispiel so:

§    „Das Gespräch mit Ihnen ist wirklich interessant. Wir sollten es zu einem späteren Zeitpunkt fortführen. Sicherlich sehen wir uns heute im Laufe des Abends (Anlasses) noch. Viel Vergnügen wünsche ich Ihnen. Bis später.“

Nun sollten Sie so schnell wie möglich das Weite suchen.

Natürlich können auch drei, vier oder vielleicht noch mehr Gäste beim Smalltalk zusammenstehen. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich eine Gruppe ab etwa fünf oder sechs Personen bald in zwei Gruppen teilt. Die Konversation in kleineren Gruppen wird offensichtlich vorgezogen.

Weshalb die Gruppe wechseln?

Durch den Wechsel zu anderen Gruppen erreichen Sie, dass Sie mit verschiedenen Gästen ins Gespräch kommen können. Auf diese Weise lernen Sie neue Menschen kennen. Sicherlich entwickeln sich dadurch auch interessante Kontakte.

Aber nicht vergessen: Für Geschäfte aller Art ist der Smalltalk nicht gedacht. Es steht Ihnen aber frei, sich für einen späteren Zeitpunkt (an einem der Folgetage) zu verabreden.

Sollte im Anschluss der Aperitif-Zeit ein Bankett oder Essen folgen, suchen Sie zeitig vor dem Wechsel zum Tisch den gewünschten oder zugeordneten Tischpartner auf.

 

 

 

Übrigens:

Beim Wechsel in den Bankettraum bleibt das Aperitifglas im Aperitifraum stehen.

 
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