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Der kleine Business-Knigge 2100
mit einem Grußwort von: Prof. Dr. Gerd Hofmeister, Erfurt, Cologne Business School
ISBN: 978-38334-1301-8 Libri Books on Demand, 9,70 €
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Auszug aus dem Buch
Die Visitenkarte
Nur ein Stück Papier oder ein wichtiges Stück Karton?
Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin,
sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen
Adolph Freiherr Knigge, dt. Jurist und Satiriker
(1752 - 1796)
Überreichen der Visitenkarte
Leider scheint es in Deutschland immer noch nicht überall eine Selbstverständlichkeit zu sein, beim ersten geschäftlichen Kontakt die Visitenkarte zu überreichen. Manchmal wird sie wenigstens bei der Verabschiedung gegeben. Tatsächlich soll die Visitenkarte möglichst zu Beginn des Gesprächs ausgetauscht werden.
Natürlich darf auch während des Smalltalks eine Visitenkarte übergeben werden. Das ist sogar der ideale Zeitpunkt dafür, um sie auszutauschen.
Wenn Sie eine Visitenkarte erhalten, überreichen Sie die Ihrige ebenso sofort. Überreichen Sie Ihre Karte mit Ihrer linken Hand, damit Ihr Gegenüber mit seiner rechten Greifhand die Karte entgegennehmen kann.
Die erhaltene Visitenkarte wird sorgfältig gelesen. Besonders achten Sie auf den ausgedruckten Namen. So können Sie Ihren Gesprächspartner noch besser mit seinem Namen anreden. Auch kann es für Sie interessant sein zu wissen, in welchem Bereich oder in welchem Unternehmen Ihr Gesprächspartner tätig ist.
Stecken Sie dann die Visitenkarte in Ihre Jackentasche. So können sie auch später im Laufe des Treffens oder der Veranstaltung immer wieder nachschauen, wie der Gesprächspartner heißt.
Bei sitzend durchgeführten Gesprächen können Sie die Visitenkarte Ihres Gesprächspartners bzw. Ihrer Gesprächspartnerin vor sich liegen haben. Sie können dann immer den korrekten Namen der Person zuordnen und sich gegebenenfalls zwischendurch noch einmal ‚beiläufig’ über die Position oder Funktion des Gesprächspartners informieren.
Überreichen der Visitenkarte in Japan
Dort wird die Karte mit beiden Händen dem Gesprächspartner gereicht. Dieser nimmt sie ebenso mit beiden Händen und mit leichter Verbeugung entgegen. Es sollen schon Geschäfte daran gescheitert sein, weil die Karte ohne große Aufmerksamkeit überreicht wurde.
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Übrigens:
Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen - auch in Deutschland - ein Japaner nach kurzem Gespräch (zum Beispiel nach dem gemeinsamen Warten auf einen Zuganschluss) seine Visitenkarte überreicht. Möglicherweise verbunden mit der ‚Einladung’, den Japaner bei sich zu Hause (in Japan) zu besuchen. Das gehört zum höflichen Umgang miteinander, zieht allerdings keine weiteren Konsequenzen nach sich (und damit natürlich auch keinen Besuch in Japan).
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